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RadfahrerInnen, auf nach Lychen! Abfahrt: Himmelfahrts-Donnerstag, 10.00 Uhr (bitte pünktlich), Berlin Alexanderplatz (Weltzeituhr). Zweiter Treffpunkt: 11.30 Uhr, Kirche Mühlenbeck, 5 min von S-Bhf. Mühlenbeck-Mönchmühle. | ![]() |
Für später Kommende:
Treffpunkt/Übernachtung Do./Fr. 29.05./30.05.2003 sowie Fr./Sa. 30.05./31.05.2003:
ÖKOSTADT-Projektzentrum, Vogelgesangstr. 4, 17279 Lychen.
Treffpunkt/Übernachtung Sa./So. 31.05./01.06.2003 (bis 9 Uhr):
ÖKOSTADT-Haus Altthymen, Dorfstr. 18, 16798 Altthymen (bei Fürstenberg).
Länge: 280 km (über 4 Tage)
Grundgerüst der Tourenplanung:
Do., 29. Mai (100 km): Berlin-Alex - Mühlenbeck - Zehlendorf - Liebenwalde - Zehdenick - Burgwall - Bredereiche - Lychen
(Übernachtung bei ÖKOSTADT in Lychen)
Fr., 30. Mai (30 km): Holzaktion und Rundtour um Lychen (Übernachtung bei ÖKOSTADT in Lychen)
Sa., 31. Mai (60 km): Rundtour von Lychen voraussichtlich über Neustrelitz nach Altthymen (Übernachtung in Altthymen)
So., 1. Juni (90 km): Altthymen - Himmelpfort - Bredereiche - Zehdenick - Falkenthal - Berlin
Anmeldung erbeten! - Bitte E-mail an berlin (Klammeraffe) oekostadt-online.de , Tel. (039888) 4195 (ÖKOSTADT-Büro) oder bei Gerhard Fischlein, Tel. (0561) 878167.
Bitte Verpflegung, Schlafsack und Isomatte mitbringen!
Die demonstrative Fahrradtour Berlin-Lychen-Berlin wird von der Arbeitsgruppe Verkehr des Fördervereins ÖKOSTADT e. V. jährlich am Wochenende zu Christi Himmelfahrt durchgeführt.
Mit seiner Fahrraddemo macht sich ÖKOSTADT stark für einen komfortablen Fahrradwanderweg abseits Kfz-belasteter Hauptstraßen zwischen der Bundeshauptstadt und Lychen, dem Vereinssitz von ÖKOSTADT im Norden Brandenburgs, mit nördlichem Anschluss an das teilweise schon existierende Mecklenburger Wegenetz in Richtung Neustrelitz. Vielerorts gibt es in Brandenburg keine ruhigen Strecken, auf denen man sich mit dem Fahrrad ohne Verkehrslärm bewegen kann und die zugleich einen gewissen Fahrkomfort bieten. Dies gilt in besonderem Maße auch für die Verkehrswege in die Bundeshauptstadt. Zwischen Marienthal (bei Tornow) und Kreuzbruch (südlich Liebenwalde) ist der Weg im Verlauf des großenteils fertiggestellten internationalen Radwegs Kopenhagen-Berlin zu führen. Darüber hinaus setzt sich ÖKOSTADT ein für einen regionalisierten Bahnverkehr auf allen Ästen des Templiner Kreuzes, also auch für eine Perspektive für die 1996 stillgelegte und 1999 entwidmete Bahnstrecke Fürstenberg-Lychen-Templin, die durch Umschichtung von Mitteln aus dem Straßenneubau für eine Geschwindigkeit von 80 km/h saniert werden könnte. Einen Bedarf sieht ÖKOSTADT besonders wegen des starken sommerlichen Urlaubsverkehrs nach Lychen und Himmelpfort, der wieder verstärkt auf der Schiene statt finden sollte, und dies aus Berlin sogar mit Reisezeitvorteil gegenüber dem Pkw. Die Lebensqualität in einem möglichen Kurort Lychen würde für EinwohnerInnen wie für Feriengäste erheblich zunehmen und so die Attraktivität als Reiseziel steigen. Hinsichtlich des Fahrkomforts, der Reisegeschwindigkeit, besonders aber der Mitnahmemöglichkeit von Fahrrädern oder Rollstühlen können die Autobusse keine Ersatz für eine sanierte Nebenbahn bieten. Anders als eine Eisenbahn kann ein Bus, der die selben Straßen befährt wie der Individualverkehr, niemals schneller sein als der private Pkw.

Startpunkt der Tour ist immer 10 Uhr am Alexanderplatz an der Weltzeituhr, von wo aus es über die Schönhauser Allee, Pankow, Rosenthal und Blankenfelde nach Schildow geht. An der Kirche in Mönchmühle (nahe dem S-Bahnhof Mühlenbeck-Mönchmühle) ist ein zweiter Treffpunkt. Um allgemein als Demo sichtbar zu sein und zugleich zügig voranzukommen, findet die Tour überwiegend auf asphaltierten Straßen statt, zwischen Groß Schönebeck und Gollin (am ersten Tag) auf der B109. Polizeibegleitung gab es bisher nur in Berlin, bei der zweiten Tour (2000) auch in Brandenburg am gesamten ersten Reisetag (Christi Himmelfahrt). Dies führte dazu, dass unter anderem auch auf der B109 stressfrei gefahren werden konnte. Dabei war die Pkw-Belastung im B109-Abschnitt nach unserer Einschätzung deutlich geringer als z. B. zwischen Schildow und Liebenwalde.
Die Übersichtlichkeit der Gruppe bewirkte immer ein recht schnelles Kennenlernen und - manchmal nach längerer Diskussion - die Möglichkeit, auf einzelne Wünsche Rücksicht nehmen zu können. Wir hatten meist ein recht zügiges Tempo (20 bis 22 km/h). Bei der ersten Tour (1999) führte ich als Leiter der Demo ohne größere Schwierigkeiten meine fünfjährige Tochter im Anhänger mit. Insgesamt werden am ersten Tag vom Alex nach Vietmannsdorf ca. 80 km zurückgelegt. Eine Bade- und Essenspause gab es die beiden ersten Male am Stolzenhagener See, bei der dritten am Weißen See bei Hammer.
Die Strecken an sich sind unterschiedlich zu genießen. Da hatten wir - insbesondere im Nahbereich zu Berlin - stark von Autos befahrene Straßenabschnitte, aber auch asphaltierte Straßen mit wenig Autoverkehr, wobei der Straßenabschnitt zwischen Hammer und Schluft über Liebental ganz besonders schön ist und durchaus kurzfristig als Rad-Wanderroute ausgeschildert werden sollte. Schließlich hatten wir auch Kopfsteinpflaster, das härteste zwischen Schluft und Kurtschlag. Richtig kritisch ist der Abschnitt (nur bei der ersten Tour von uns befahren) zwischen Grunewald und Vietmannsdorf, der über ehemaliges Truppenübungsgelände führt und abschnittsweise nur durch Schieben der Räder durch den Sand zu bewältigen ist. Der Ausbau eines glatten Radwegs auf den Nebenstraßen von Schluft über Kurtschlag und Grunewald nach Vietmannsdorf würde einen Lückenschluss in einem Netz relativ wenig befahrener Straßen ergeben. Gleiches gilt für die Strecke von Groß Schönebeck über Altlotzin, Groß Dölln, Groß Väter und Bebersee nach Gollin.

Unsere erste Übernachtung haben wir schon traditionell bei Staudenmüller in Vietmannsdorf. Staudenmüller, das steht eigentlich für Ortrun Staude und Martin Müller, die seit 1988 in der alten Mühle am Vietmannsdorfer Graben wohnen und auf 22 ha eine biologisch-dynamische Gärtnerei betreiben. "Wir suchten zwischen Binz und Hildburghausen", so Martin Müller, "bis wir hier in Vietmannsdorf fündig wurden. Die alte Müllerswitwe haben wir damals mitgekauft." Inzwischen nicht mehr mit der Müllerswitwe, dafür aber mit ihren drei Töchtern und ihren beiden Söhnen (der bisher jüngste wurde Anfang Mai 2001 geboren) bewohnen sie das Fachwerkhaus, das sie in mühevoller Kleinarbeit restauriert haben. Und das bedeutete angesichts des damals traurigen baulichen Zustands, das Dach und große Teile des Fachwerks neu zu bauen. Inzwischen ist außerdem ein Neubau in traditioneller Bauweise (Fachwerk/Lehm) entstanden, der Denkmalschützer schon in Erstaunen versetzt haben soll.
Angebaut wird auf dem Hof Gemüse nach Demeter-Richtlinien, z. T. in Gewächshäusern. Dabei kommen auch Ackerpferde zum Einsatz. "Das geht auf unseren kleinen Flächen, gerade in den Glashäusern, sogar schneller als mit einem Traktor, der mühsam gewendet werden muss," sagt Martin. Und es wird kein Boden (Fahrspuren) verdichtet, so dass mehr Fläche nutzbar ist. Statt Diesel riecht man den Boden, über dessen Zustand man so viel mehr mitbekommt. Die Pflüge hat Staudenmüller übrigens zum Teil aus den USA bezogen von Amisch-Gemeinden, die motorisierte Fahrzeuge ablehnen. Ganz so weit geht Staudenmüller nun doch nicht; zwei - offene - Schlepper stehen auch bereit.
Die Kühe bei Staudenmüller werden ausschließlich für den Eigenbedarf gehalten. Quark und Jogurt konnten wir zum Abendbrot und Frühstück probieren. Der Mist der Tiere geht vollständig in die Kompostierung. "Inzwischen sind wir so weit, dass wir nach einem halben Jahr mit einer Kompostmiete beste Komposterde gewonnen haben." Dabei ist ein ausgewogenes Verhältnis von Mist, Zweigen, Stroh und anderen Pflanzenabfällen notwendig. Die Temperaturen können dabei nämlich so stark steigen, dass wiederum Leben abgetötet wird.
Auf dem Hof gibt es ein Kommen und Gehen. Freaks und AnthroposophInnen geben sich hier die Klinke in die Hand. So waren auch unsere Besuche nichts Ungewöhnliches, und wir schliefen mit unseren Schlafsäcken im Neubau in frisch gedielten Zimmern. Am nächsten Morgen haben wir bei verschiedenen Arbeiten geholfen (z. B. Brennholztransport 1999, Erntearbeiten 2000), so dass wir noch bis zum Mittagessen blieben.

Die zweite Etappe von Vietmannsdorf über Templin nach Lychen beträgt lediglich gut 30 km auf asphaltierten Straßen (Ankunft gegen 16 Uhr). In Lychen gibt es die Möglichkeit, das ÖKOSTADT-Projektzentrum ausführlich kennenzulernen. Bei ÖKOSTADT in der Vogelgesangstraße 4 können, wenn Schlafsäcke mitgebracht werden, über 20 Menschen übernachten.

Am dritten Tag ging es in den ersten beiden Jahren über Himmelpfort,
Tornow, den Ziegeleipark Mildenberg und Zehdenick nach Liebenwalde. Der Übernachtungsort hat
gewechselt. 2000 konnten wir komfortabel in einem Schullandheim am Wandlitzsee
übernachten. Im Schloss von Tornow betreibt der Verein Ökowerk ein
Tagungszentrum. Eine Besichtigung ist jedoch leider nicht möglich, da das
Schloss an geschlossene Gesellschaften vermietet wird. Dafür gibt es in der
unmittelbar benachbarten (beschädigten) Kirche manchmal Ausstellungen. Ebenso ist ein
Besuch des Ziegeleiparks Mildenberg zu empfehlen, es sollten jedoch mehrere
Stunden eingeplant werden. Auch ein Besuch des alten Klosters in Zehdenick ist reizvoll.
Die Tonstiche an der Havel sind zum Teil gute Badegewässer. Eine nahe an der Demostrecke
gelegene Badestelle bei Burgwall haben wir deshalb schon mehrmals für eine Pause genutzt.
Die Havel ist im Bereich der Tour auch auf Grund der
hier vorkommenden Biber interessant, die insbesondere in Form abgenagter
Bäume ihre Spuren hinterlassen.
2001 nahmen wir erst am vierten Tag diese Strecke. Ohne uns abzuhetzen (wir
hatten mehrere Pausen, darunter länger als eine Stunde in Zehdenick), schafften wir es bis
kurz nach vier nach Berlin Prenzlauer Berg (Start in Lychen war kurz nach neun).
Um den dritten Tag vollständig für die Erkundung der Region und
für ÖKOSTADT zu haben, haben wir diese Einteilung der Tour beibehalten.
Die dritte Übernachtung werden wir auch in Zukunft in Lychen oder bei Gerd und Ingrid
in Altthymen bei Fürstenberg machen.

Im Jahr 2000 ging die demonstrative Fahrradtour von ÖKOSTADT in die Fahrradsternfahrt über und trug somit zu einer deutlichen Stärkung der in Oranienburg startenden Sternfahrt-Gruppe bei. Für die kommenden Jahre wird von ÖKOSTADT erwogen, unabhängig von der Demo-Radtour Berlin-Lychen-Berlin am Samstag vor der Sternfahrt eine eigene, in Lychen beginnende Fahrraddemo für Fernfahrradwege in Brandenburg zu organisieren, die nach einer Übernachtung am Sonntag früh in Oranienburg, Bernau oder Wandlitz in die Sternfahrt übergeht.
Die demonstrative Fahrradtour Berlin-Lychen-Berlin wurde inzwischen viermal durchgeführt. Die Streckenführung der Touren war im wesentlichen dieselbe. Die Zahl der Teilnehmenden lag dabei zwischen 12 und 14.
Nächste Demonstrative Radtour Berlin-Lychen-Berlin: Himmelfahrt 2003.
Anmeldung erbeten!
Bitte E-mail an berlin (Klammeraffe) oekostadt-online.de , Tel. (039888) 4195 (ÖKOSTADT-Büro) oder bei Gerhard Fischlein, Tel. (0561) 878167.
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Demeter-Hof Staudenmüller (alte Wassermühle) Ortrun Staude und Martin Müller Templiner Str. 1 17268 Vietmannsdorf Tel. (03 98 82) 2 63 Fax (03 98 82) 4 91 11 Jeden Mittwoch Vormittag Stand beim Wochenmarkt am Karl-August-Platz in 10625 Berlin-Charlottenburg |
ÖKOSTADT in Lychen Vogelgesangstr. 4 17279 Lychen Tel./Fax: (039888) 4195 E-mail: lychen (Klammeraffe) oekostadt-online.de |
ÖKOSTADT-Haus Altthymen Ingrid Stern und Gerd Hinrichsen Dorfstr. 18 16798 Altthymen (bei Fürstenberg) Tel. (033093) 38118 Fax (033093) 32036 E-mail: altthymen (Klammeraffe) oekostadt-online.de |
| zuletzt aktualisiert am 05.05.2003 - © ÖKOSTADT e. V. | ÖKOSTADT/Verkehr |